Bellevue_Möbell

Piece by piece furniture

A furniture project with Bellevue di Monaco

This project is all about a furniture series for the interior of a “encounter café” where refugees and munich inhabitants can meet each other or just hang out together super open minded. The personalized chairs and Table will be used and also available in spring 2017 in the Müllerstraße 6 in Munich.

Bellevue di monacco tisch

Bellevue di Monacco Möbelprojekt

Integration trough futnituredesign

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Das Thema der Flüchtlingskrise ist in aller Munde, wobei doch nach der sogenannten Kriese das eigentliche Problem kommt: Die Integration.

Die Besonderheiten des Tisches liegen in seiner Dynamik und Vielseitigkeit.
Möglich macht dies die Dreiecksform der Tischplatte. Durch diese Formgebung entsteht eine ganz besondere Gesprächsdynamik. Die Cafégäste setzen sich an den Tischen niemals direkt gegenüber. Eine weitere Dynamik entsteht bei den unzähligen Verstellungsmöglichkeiten der Tische. Je größer eine Gruppe wird, desto größere Tischschwärme können entstehen.
An einem Tisch können drei Gäste gemütlich und bis zu Sechs problemlos sitzen. So finden möglichst viele Menschen auf engstem Raum Platz. Der Tisch besticht nicht zuletzt durch seine Ehrlichkeit und Leichtigkeit.

Vom Sessel zum Stuhl, eine Neuinterpretation des 50er-Jahre Klassikers.
Angelehnt an den Tisch werden hierbei die überspannten Konturen des Sessels begradigt, um so die Form zu modernisieren. Des Weiteren wird die Anmutung einer Rückenaussparung beibehalten und dient in unserem Entwurf gleichzeitig als Angriffspunkt um den Stuhl anzuheben und zu transportieren. Der Stuhl besteht aus einer zweigeteilten Formholzschale, die von einem soliden, vermessingtem Stahlrohr-Untergestell verbunden wird. Diese Kombination verleiht dem Stuhl die gewünschte Leichtigkeit und ermöglicht ein spontanes und rasches Verändern der Sitzposition. Der Stuhl ist sehr gut ausbalanciert, wenn man ihn mit einer Hand hochhebt. So kann man ihn problemlos zu einem anderen Tisch hin mitnehmen und gleichzeitig noch Tasche, Mantel und seinen Café tragen.

Recherche und Anforderungen

Das Informationscafé wird ein Begegnungsraum für verschiedenste Kulturen und Erlebnissen und soll in erster Linie die Menschen in München „Willkommen“ heißen. Die Möbel sollen auf ihre zurückhaltende Art, eine offene, einladende Stimmung vermitteln und zum Austausch anregen. Wir wollen Besuchern das Gefühl von Sicherheit und Transparenz vermitteln, was der Ort von sich aus schon vorgibt. Da die Architektur in den 50iger Jahren errichtet wurde und diese sich im Raumdesign widerspiegeln wird, werden sich auch die Stühle und Tische zweckmäßig und ehrlich an die Zeit anpassen.

Mit der unterschiedlichen Nutzung des Cafés, was nicht nur Begegnungsstätte, sondern auch Erholungsraum, Kultur-, Informations- und Veranstaltungsort sein wird, stellt der Raum den Anspruch, dass die Möbel mobil, leicht, handlich und leise, von einem Ort zum Anderen getragen werden können. Für die Gastronomie spielt besonders die Robustheit und die Stapelbarkeit eine Rolle. Die Oberflächen der Möbel müssen leicht zu reinigen und auch für den Außenbereich zweckmäßig verarbeitet werden.

Raum

Raumansicht

Personalisierung

So nennen wir den Prozess, indem die Flüchtenden selbst Teil des ganzen Möbelprojektes werden. Durch eine individuelle Personalisierung, soll jedem Möbelstück eine persönliche Handschrift verliehen werden. In Rahmen von unterschiedlichen 1-2 Tägigen Workshops haben Familien, Kinder und Junge Flüchtende die Möglichkeit, ihre volle Kreativität auszuleben und neue Techniken zu erlernen um die Oberfläche der Möbel zu gestalten.
Die Workshops sollen nicht nur dem Möbel Individualität verleihen, sondern vielmehr dem Wohlbefinden Vorort dienen und eine Integrationsmöglichkeit in einer neue Gemeinschaft bieten.

Messing

Bellevue di Monaco

Das besondere Hierbei ist, dass ein Messingfarbenes Untergestell mit dem Verfahren Sandstrahlen bearbeitet wird. Durch dieses spezielle Verfahren entsteht ein wunderschönes, nie zuvor da gewesenes Wechselspiel zwischen glänzender und matter Oberfläche. Die Teilnehmer können alles Mögliche, wie Nachrichten, Sprüche, Muster oder Ihre persönliche Geschichte auf das Untergestell anbringen. Anschließend wird das empfindliche Gestell noch mit einem Lack versiegelt. Somit wird jeder Stuhl zu einem besonderen Einzelstück und erzählt manchmal sogar seine eigene Geschichte.

Dokumentation & Ausstellung

DokumentationAustellung

Im Projekt mit inbegriffen war die Entwicklung einer umfangreichen, zweisprachigen Dokumentation. Diese wird jedem verkauftem Stuhl beigelegt um den Käufer zusätzliche Informationen zu diesem Projekt zu bieten. Ebenso existieren bereits Postkarten.

Über das Begegnungscafé

Im Rahmen einer Sanierung der Gebäude der Müllerstraße 2-6 in München, die durch das Erlangen des Erbbaurechts entsteht, beginnt die Genossenschaft Bellevue di Monaco eine Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge zu errichten. Da aber die Idee der Integration für unserem Team, der Genossenschaft und allen anderen Beteiligten der Wesentlichste Bestandteil des gesamten Projekte ist, wird ein Begegnungscafé eingerichtet.
Das Café liegt in der Münchner Innenstadt zwischen Sendlinger Tor und Viktualienmarkt – einem Bereich, in dem Menschen aller Herkunftsländer sowie Deutsche und einheimische Münchner aufeinandertreffen. Hintergrundgedanke ist es, eine Möglichkeit Geflüchtete zu treffen und kennenzulernen anzubieten. Flüchtlingen sollen hier niedrigschwellige Hilfs-, Beratungs- und Vernetzungsangebote gemacht werden. Die Müllerstraße 2 bietet Bildungs- und Kulturräume, in denen ein breites Spektrum von Veranstaltungen zum Thema Flucht und Migration für alle Bewohner/innen der Stadt mit und ohne Fluchterfahrung entwickelt und angeboten werden soll. Insgesamt sollen die Räume intensiv für Bildungsangebote genutzt werden, u.a. für kostenlose Sprachkurse, Hausaufgabenbetreuung, Bildungsangebote (Nachhilfe, Zusatzunterricht zu Deutschkursen), Ausbildungs- und Praktika-Börsen etc.
Mit Podiumsdiskussionen, Konzerten, Lesungen etc. soll das Bellevue zu einem der wichtigsten soziokulturellen Orte der Stadt werden. Diese Angebote finden regelmäßig statt und sowohl Flüchtlinge als auch Bürger/innen nehmen teil.

Wir leisten als Projektgruppe der Hochschule München in Kooperation mit Michael Geldmacher Design, Matthias Marschner (Hirner und Riehl Architekten), GO IN-Gastronomiemöbel und Bellevue di Monaco unter der Leitung von Prof. Florian Petri einen Beitrag, um Einheimische und Geflüchtete zueinander zu bringen.

(Einzelne Textteile: Alena Gall)
Weitere Teammitglieder: Aylin Patterson Aykent, Johanna Amann, Benjamin Bohnhorst, Julia Färbert, Alena Gall, Johannes Hoffmann, Philip Junk, Anja König, Katrin Lehmann, Carina Sabbagh, Andreas Siegfried, Johannes Straka, Julia Strobl, Marika Tiikkainen